Finanzhaus Meyer AG

 
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Band P
Band Q
- keine Einträge -
Band R

 

Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverordnung verpflichtet die Kreditinstitute, ein Preisverzeichnis mit den Preisen für ihre wesentlichen Leistungen aufzustellen und auszuhängen. Außerdem muß für Darlehen mit Festzinsvereinbarungen für die gesamte Laufzeit und für Kredite mit veränderbaren Konditionen der Effektivzins angegeben werden. Für Kredite mit veränderbaren Konditionen ist der anfängliche effektive Jahreszins anzugeben.   

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Rangfolge von Grundbucheintragungen

Sind mehrere Grundpfandrechte für ein Grundstück im Grundbuch eingetragen, dann ist der Rang einer Grundschuld abhängig vom Zeitpunkt der Eintragung in das Grundbuch, und zwar hat die früher eingetragene Grundschuld den Rang vor der später eingetragenen Grundschuld (Ausnahme : ->
Rangrücktritt). Bei Erlöschen eines Grundpfandrechtes rücken die anderen im Rang auf. Die Rangfolge bei Grundpfandrechten wird dann sehr wichtig, wenn die damit besicherten Darlehen nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt werden und es zur Verwertung des Grundpfandrechtes kommt. Erst wenn der erstrangig Besicherte aus dem Erlös der Zwangsversteigerung sein Geld in voller Höhe einschließlich Zinsen bekommen 

hat, erhält der zweitrangig Besicherte seine Forderung. Es kann also durchaus vorkommen, daß die nachrangigen Grundpfandrechte nicht voll befriedigt werden, wenn der Erlös der Zwangsversteigerung zu niedrig ist. Dies ist auch der Grund, warum bei nachrangig besicherten Darlehen die Kreditzinsen etwas höher liegen.   

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Rangrücktritt

Für die Rangfolge von Grundpfandrechten ist der Zeitpunkt der Eintragung in das Grundbuch entscheidend. Eine später eingetragene Grundschuld kann den Rang vor einer älteren Grundschuld nur dann erlangen, wenn das vorhergehende Pfandrecht durch schriftliche Zustimmung des Grundpfandgläubigers im Rang zurücktritt. Der Rangrücktritt muß in einer öffentlichen Urkunde festgehalten und im Grundbuch eingetragen sein.   

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Rangstelle der Hypothek oder Grundschuld

Die Rangstelle, die sich aus dem Grundbuch ergibt, entscheidet insbesondere darüber, in welcher Reihenfolge die einzelnen Berechtigten im Falle einer Zwangsvollstreckung des Grundstücks, der Eigentumswohnung oder des Erbbaurechts aus dem Erlös befriedigt werden.
Nach dem Maß der Sicherheit unterscheidet man zwischen erststelligen (meist bis zu 60 % des Beleihungswertes) und nachrangigen Hypotheken.   

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Rangvorbehalt

Der Rangvorbehalt ist in § 881 BGB geregelt, in dem es u.a. heißt:


1. Der Eigentümer kann sich bei der Belastung des Grundstücks mit einem Recht die Befugnis vorbehalten, ein anderes, dem Umfang nach bestimmtes Recht mit dem Range vor jenem Recht eintragen lassen.

2. Der Vorbehalt bedarf der Eintragung in das Grundbuch.

Beispiel:
Sie können mit einer I. Hypothek von DM 50.000 und mit einem Bauspardarlehen von DM 30.000 rechnen. Die Bewilligung dieser Darlehen und ihre Eintragung ins Grundbuch wird sich allerdings noch einige Zeit hinziehen. Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen nun kurzfristig ein Darlehen von DM 20.000 aus, das an dritter Rangstelle gesichert werden soll. In einer solchen Situation empfiehlt es sich, im Grundbuch einen Rangvorbehalt einzutragen, womit der Raum für die I. und II. Hypothek freigehalten wird.   

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Reallasten

Eine Reallast ist die Belastung eines Grundstücks in der Weise, daß aus dem Grundstück an den Berechtigten wiederkehrende Leistungen zu entrichten sind.

Der Berechtigte kann auch der jeweilige Eigentümer eines anderen Grundstücks sein. Die Leistungen werden also nicht nur als persönliche Schuld von dem Eigentümer geschuldet, sondern Schuldner ist das Grundstück selbst.
Die persönliche Haftung kann sogar ausgeschlossen oder beschränkt werden. Die Reallast gelangt gegenwärtig zur Hauptsache als Altenteil (Auszug, Leibzucht, Leibgedinge) zur Eintragung. Der Inhalt der Reallast wird vertraglich festgelegt. Er kann in Sach- oder Geldleistungen bestehen.

Beim Altenteil z.B. Wohnungsgewährung, Naturverpflegungsansprüche, Taschengeldzahlung, Fuhrleistungen, Strom- und Wasserlieferung, Beerdigungskosten. Die Dauer der Reallast richtet sich ebenfalls nach dem Vertrag, beim Altenteil meistens "auf Lebenszeit".   

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Realkredit

Ein gegen dingliche Sicherheiten (Hypothek oder Grundschuld) gewährter Kredit. Entscheidend ist die Haftung des beliehenen Grundstücks.   

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Regelsparbeitrag

Damit sind die regelmäßigen Zahlungen gemeint, die die Bausparkassen dem Bausparer in der Ansparphase seines Vertrags als Leitlinie vorgeben. Nicht immer ist dies aber auch der optimale Sparbeitrag.   

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Reichsheimstätte

Das Reichsheimstättengesetz wurde am 10.05.1920 erlassen, in den folgenden Jahren wiederholt geändert und in einer neuen Fassung am 25. Nov. 1937 verkündet.
Ziel: Arbeiter und kleine Angestellte sollten mit Grund und Boden verbunden werden und ihr Wohnbedürfnis mit einem Einfamilienhaus und Nutzgarten befriedigen. Die "Reichsheimstätte", die mit ihrem Ausgeber (Bund, Land, Gemeinde u.s.w.) im Grundbuch eingetragen wird, genießt zusätzliche staatliche Förderung und gesetzlichen Schutz. Die Heimstätter sind Verfügungsbeschränkungen unterworfen.

Beispiel:
Bei einer Veräußerung der Heimstätte (mit Ausnahme an nahe Verwandte) hat der Ausgeber ein Vorkaufsrecht. Das Grundstück darf nur mit Zustimmung des Ausgebers belastet werden. Den Ausgebern steht ein Anspruch auf Rückübereignung des Grundstücks (sog. Heimfallanspruch) zu, wenn beispielsweise der Heimstätteninhaber die Heimstätte nicht dauernd selbst bewohnt oder sich einer groben Mißwirtschaft schuldig macht.   

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Restnutzungsdauer

Als Restnutzungsdauer ist die Anzahl der Jahre anzusehen, in denen die baulichen Anlagen bei ordnungsgemäßer Unterhaltung und Bewirtschaftung voraussichtlich noch wirtschaftlich genutzt werden können.
Hierbei ist zu beachten, ob die baulichen Anlagen den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder an die Sicherheit der auf dem betroffenen Grundstück oder im umliegenden Gebiet wohnenden oder arbeitenden Menschen entsprechen.

Daraus folgt, daß wirtschaftliche Restnutzungsdauer der Gebäude nicht nach der technischen Lebensdauer zu bemessen ist, sondern daß man einen kleineren, nach wirtschaftlichen Erwägungen zu bemessenden Zeitraum zugrunde zu legen hat, da das Veralten insbesondere auch der Einrichtungen eines Gebäudes, meist schneller eintritt als technische Wertminderung.
An die Qualität eines Gebäudes und seiner Ausstattung werden im Laufe der Zeit immer größere Anforderungen gestellt, insbesondere was die Zweckmäßigkeit, Bequemlichkeit und das gute Aussehen angeht. Alle diese Umstände sind bei der Restnutzungsdauer eines Gebäudes zu berücksichtigen. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird im allgemeinen angesetzt bei

- Wohngebäuden mit einfacher Ausstattung 50-60 Jahre
- Wohngebäude mit guter moderner Ausstattung, gute Einfamilienhäuser 80-100 Jahre
- Überdurchschnittliche Bauart und besonders aufwendige Ausstattung mit betont persönlichem Zuschnitt (Einfamilienhäuser, Villen) 60 -80 Jahre
- Geschäftshäuser, Kaufhäuser 40 -50 Jahre
- Büro- und Verwaltungsgebäude 50 -80 Jahre
- landwirtschaftliche Gebäude, Massivbauweise 100 Jahre   

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Richtfest

Das Richtfest ist die Feier nach dem Aufrichten des Dachstuhls, Aufwendungen dafür werden in voller Höhe den Herstellungskosten des Gebäudes zugerechnet.   

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Risikolebensversicherung (Restschuldversicherung)

Bei manchen Darlehen wird als zusätzliche Sicherheit der Abschluß einer Risikolebensversicherung verlangt. Diese Versicherung soll das Risiko abdecken, das eintreten kann, wenn der Schuldner stirbt. Die Versicherung zahlt beim Tod des Schuldners den versicherten Betrag zur Tilgung des Darlehens an das Kreditinstitut. Zu beachten ist folgende Feinheit: Versichert ist das Darlehen, das zu Beginn des Kalenderjahres besteht. Infolge der im Verlauf eines Kalenderjahres erbrachten Tilgungen ergibt sich meistens ein Überschuß der Versicherungssumme gegenüber der Darlehensschuld, die zum Zeitpunkt des Todesfalles während des Jahres noch besteht. Dieser Überschuß steht den Erben des verstorbenen Schuldners zu.   

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Rohbauland

Rohbauland ist ein Grundstück, das noch nicht ausreichend erschlossen ist, um mit der sofortigen Bebauung anfangen zu können. Das Grundstück liegt aber entweder


- in einem Gebiet, für das die Gemeinde die Aufstellung eine Bebauungsplanes beschlossen hat, oder
- innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, für die ein Bebauungsplan nicht erstellt werden muß, oder
- im Geltungsbereich eines bereits aufgestellten und zumindest öffentlich ausgelegten Bebauungsplanes.   

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